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Geschichte - La Préhistoire


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Präneolithikum
Die älteste Spur menschlichen Lebens auf Korsika hat man 1975 in der Nähe von Bonifacio in einer Höhle entdeckt: das Skelett der "Dame von Bonifacio". Mit Hilfe der Radiokarbon-
Methode konnte man nachweisen, dass sie um 6570 v.Chr. gelebt hat. Die ersten Einwohner, die wahrscheinlich über die Toscana nach Korsika gekommen waren, waren Jäger und Sammler.


Frühneolithikum
Im 6. Jahrtausend v.Chr. setzte auf Korsika die frühneolithische Zivilisation ein, die durch die Cardium-Keramik geprägt wird. Die Menschen dieser Epoche waren im wesentlichen Hirten, die die Transhumanz betrieben. Langsam begann sich die Landwirtschaft zu entwickeln, die allmählich an die Stelle der ursprünglichen Jäger- und Sammlertätigkeit trat. Die Menschen ließen sich in Tälern und auf flachen Hügeln nieder und wohnten in von der Natur ausgehöhlten Felsen, den tafoni. Zu dieser Zeit tauchte eine Keramik auf, die mit einem reichen Impresso-Dekor verziert wurde. Das Muster wurde mit den gezähnten Rändern einer heimischen Muschel, der Cardium-Muschel, in den Ton eingedrückt.


Das mittlere und späte Neolithikum geht vom 4. Jahrtausend bis Mitte des 3. Jahrtausends v.Chr. Neben der Impresso-Keramik entwickelte sich eine schwarzglänzende Keramik mit bogenförmigen Bandornamenten. Die Menschen dieser Epoche lebten im wesentlichen vom Fischfang und der Viehzucht; die Landwirtschaft spielte auch jetzt noch eine nur untergeordnete Rolle. Zum Bau der Behausungen wurden nun auch Steine verwendet, und die Menschen verfügten über deutlich bessere Werkzeuge. Erstmals kam es zum Handelsverkehr:
Feuerstein und vor allem Obsidian gelangten auf die Insel. Das schwarze vulkanische Gesteinsglas Obsidian wurde aus dem Zentrum Sardiniens (aus der Gegend von Oristano) nach Korsika importiert. Die Öfffnung nach außen hin und die Nutzung der heimischen Ressourcen sind der Grund dafür, dass die Kupferbearbeitung in Korsika sehr früh einsetzte. Entsprechende Spuren im Gebiet von Terrina bei Aleria beweisen, dass der Anfang auf ca. 2600 v.Chr. zu datieren ist.


Teils parallel zum Neolithikum (= Jungsteinzeit vom 7. - Ende 2.Jt.v.Chr.) verlaufend erstreckt sich das Megalithikum vom 3. bis zum 1. Jahrtausend v.Chr. Auf der Insel tauchten eine Vielzahl von komplexen Monumenten auf: Befestigungsanlagen, Dolmen und Menhire.
- castelli : mehr oder weniger befestigte Siedlungen, die um Rundbauten, aber auch um rechteckige Bauten herum angeordnet waren, die verschiedenartige Funktionen hatten.
- stazzone: das sind die Dolmen, oberirdische Gemeinschaftsgräber im Süden der Insel. Häufig findet man diese monumentalen Grabdenkmäler auf gut sichtbaren Stellen wie Hochebenen oder Bergkämmen.
- stantari oder Menhirstatuen, meist in Granit gehauene Menschendarstellungen,
von denen die jüngeren mit eingraviertem Dolch und Schwert bewaffnet sind. Die menschenähnlichen Menhirstatuen erreichen eine Größe von 2 bis 4 Metern. Insgesamt gibt es in ganz Korsika 80 dieser Menhirstatuen, der bedeutendste Fundort ist Filitosa im Taravo-Tal(Südkorsika). Die Menhire von Filitosa gehören mit zu den ältesten Menschendarstellungen im gesamten Mittelmeerraum.