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Kunst und Kultur - L'architecture


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Die Romanik hat in Korsika bemerkenswerte Bauwerke hinterlassen. Man unterscheidet zwei Perioden:

Die Frühromanik
Sie setzt mit Ende des 9. Jh. ein. Aus dieser Epoche stammen an die zehn, heute zumeist nur noch als Ruinen vorhandene, ländliche Kirchen und Kapellen. Das bemerkenswerteste Beispiel ist zweifellos San Giovanni Battista bei Corte, deren Baptisterium noch erhalten ist.

Die Romanik
Ende des 11. Jh. holte die Republik Pisa Architekten nach Korsika, die kleinere Kathedralen auf der Insel bauen sollten, insbesondere im Nebbio, in der Castagniccia und der Balagne. Der Kirchenbau sollte dazu beitragen, die entvölkerten Küstenstriche wieder zu beleben. Hier sollten Messen abgehalten werden, sie sollten aber auch als Gerichtsort und Versammlungsort für die Dorfbewohner dienen. Die bekanntesten dieser Kirchen sind San Michele von Murato und die Kathedrale von Mariana südlich von Bastia. Besonderes Kennzeichen ist das polychrome Mauerwerk.

Künstlerischer Ausdruck der religiösen Erneuerung auf der Insel wird im 17. und 18. Jh. der genuesische Barock.
Zahlreiche Kirchen in der Castagniccia und in der Balagne wurden in dieser Epoche im barocken Stil erbaut, der in Norditalien seine Blüte erlebte. Typisch sind die schlichten Außenfassaden, im Inneren dagegen sind die Kirchen prunkvoll mit Gold, kostbarem Marmor, Fresken mit Scheinarchitektur, vergoldetem Stuck und wertvollen Holzschnitzereien ausgestattet. Die Kirche Saint Jean-Baptiste in La Porta in der Castagniccia, die Kirchen und Oratorien in Bastia und die Kathedralen in Ajaccio, Bastia und Cervione sind Beispiel für diese Epoche, in der auf der Insel bis zum 19. Jh. 150 Kirchen gebaut wurden.

Außer den Barockkirchen zeugen militärische Bauwerke wie Wachtürme, Zitadellen und Forts von der überragenden Baukunst der Genuesen.

Die Zitadellen
Sie wurden in all jenen Städten errichtet, die mit anderen Mittelmeerhäfen Handelsbeziehungen unterhielten: Bastia, St-Florent, Calvi, Algajola, Bonifacio, Porto-Vecchio und Ajaccio. Innerhalb der Festungsmauern drängten sich die hohen Häuser eng aneinander und bargen im Inneren, Gemälde, Statuen, holzgeschnitzte Möbel und Goldschmiedearbeiten für den religiösen und liturgischen Gebrauch.

Die Wachtürme
wurden in der Zeit der gefürchteten Sarazenenüberfälle errichtet. Wachtposten hatten die Aufgabe, beim Nahen feindlicher Schiffe die Bevölkerung zu warnen, damit diese in die Berge fliehen konnte. Von den zu Beginn des 18. Jh. erwähnten 85 Wachtürmen existieren heute noch 67 entlang der Küste oder auf Anhöhen, insbesondere am Cap Corse und an der Westküste Korsikas.

Die Forts
Die mittelalterlichen Burgen der korsischen Adeligen, insbesondere am Cap Corse, sind heute nur noch Ruinen. Einige militärische Bauten, die zur Verteidigung strategisch wichtiger Punkte dienten, sind teilweise noch vorhanden, so das Fort an der Hafenzufahrt von Tizzano.

Zur traditionellen Architektur gehören die genuesischen Brücken, typische Dörfer, Wohnhäuser, Schäfereien und Brunnen.

Die genuesischen Brücken
Die ab Ende des 13. Jh. errichteten Brücken stammen keineswegs alle von den Genuesen, wie manchmal behauptet wird, es sind auch einige pisanische darunter. Charakteristisch ist die einbogige Brücke mit gepflastertem Weg (Granit) und Stufen in größeren Abständen sowie jeweils zwei kräftigen Pfeilern zu jeder Seite. Häufig hat sie die Form eines Esels- oder Pferderückens. Der Bogen spannt sich hoch über den Fluss, und die Brücken wurden jeweils an den breiten Stellen der Flüsse errichtet. Bedingt durch das mediterrane Klima konnte es zu heftigen Regenfällen und damit zu einem plötzlichen starken Anwachsen der Flüsse kommen. Die ältesten dieser Brücken ist Spin a Cavallu, die zwischen Sartène und Propriano über den Rizzanese führt.

Das traditionelle Dorf
Scheinbar sind in den alten korsischen Dörfern die Häuser in einem heillosen Durcheinander angeordnet. In Wirklichkeit gehorchen sie einem Ordnungsprinzip, das sich an der Familienstruktur orientiert. Die Großfamilie bewohnte in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Häuser. Häufig sind sie durch überdachte Durchgänge miteinander verbunden oder durch alte Steingässchen mit Treppenaufgang voneinander getrennt, so in San’Antonino in der Balagne oder in Vescovato in der Casinca. In den wenigen Dörfern im Süden der Insel findet man häufig ein befestigtes Haus, das ehemals einer adeligen Familie gehörte, gleichzeitig aber auch als befestigter Unterschlupf für die Dorfbewohner im Falle eines Angriffs diente, so in Ste-Lucie-de-Tallano und in Bicchisano.

Das korsische Wohnhaus
Im Süden und Westen der Insel meist aus Granit, im Norden aus Schiefer erbaut, beherbergte das korsische Haus einst die Familie im weitesten Sinne. Mehrere Stockwerke hoch - meist vier bis fünf -,die Treppen häufig außerhalb des Hauses liegend oder aber eher hühnerleiterartig im Inneren, um den Wohnbereich möglichst wenig einzuschränken. An den Fassaden nur kleine Öffnungen für die Fenster, damit im Winter die Kälte nicht eindringen konnte und im Sommer die heiße Sonne abgehalten wurde.
Im Norden sind die Dächer mit Schieferplatten gedeckt, die im Korsischen teghje heißen. Je nach Landschaft haben sie eine leicht unterschiedliche Farbe: graublau in Corte, grün in Bastia und silbergrau in der Castagniccia.

Die Schäfereien
In den Bergen verstreut, sind sie heutzutage häufig verlassen, weil die einstmals betriebene Transhumanz (Wechselweidewirtschaft) kaum noch praktiziert wird.
Sie wurden aus schweren Steinblöcken errichtet, die ohne Mörtel aufeinander geschichtet wurden. Kleinere, flache Steine füllen die Zwischenräume aus und geben dem Ganzen Halt. Die Schäfereien im Norden der Insel sind mit Ziegeln gedeckt. Im Süden findet man unter anderem die Felsenunterkünfte aus der Gegend von Sotta, die durch Anbau mit Granitquadern vervollständigt wurden. Im Kalkgebiet von Bonifacio trifft man noch auf einige baracconi, kleine, steingefügte (Trockensteinbauweise) Bauwerke in Igluform, die schon in der Bronzezeit üblich waren. Der oberste und damit letzte Stein, ein großer Bruchstein, der die Hütte abschloss, verlieh dem Ganzen seine Festigkeit.

Die Brunnen
Die hübschen, aus großen runden Kieselsteinen gefügten Brunnen findet man an Dorfeingängen oder aber im Wald. Sie zeugen vom Wasserreichtum Korsikas, über den die übrigen Mittelmeerinseln nicht verfügen.