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Kunst und Kultur - Les traditions


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Die Liebe zu ihrer Insel, jahrhundertelange Unterdrückung und Leid, die Kargkeit und Härte des Lebens auf dieser steinigen Erde, der alles mühsam abgerungen werden muss, haben in den Korsen eine tiefe, nie abreißende Verbundenheit mit ihrer Insel und eine nie erlahmende Solidarität untereinander entstehen lassen.

Die alten Werte werden auch heute noch auf der Insel gelebt und erhielten insbesondere unter dem Einfluss der Nationalisten und ihrer Betonung der korsischen Identität eine noch tiefere Bedeutung.

Das Ehrgefühl und im Zusammenhang damit der absolute Respekt vor dem einmal gegebenen Wort, das sind unverbrüchliche Grundwerte. Von der "Vendetta", der archaischen Blutrache hat sicher jeder schon gehört. Sie hat einen historischen Hintergrund. Es war jahrhundertelang die Justitz der Fremden, insbesondere der Genuesen, die auf Korsika galt. Und auf die konnten sich die Korsen kaum verlassen. Wenn es um ernsthafte Vergehen ging - und das war in Korsika auf jeden Fall dann, wenn die Ehre verletzt worden war - , dann musste man die Sache selbst in die Hand nehmen. Das verlangte schon der korsische Ehrenkodex. Aus dieser Geisteshaltung heraus wurde der bandit d’honneur geboren, der Mann, der zum Banditen wurde, weil er seine gekränkte Ehre rächen musste - und die konnte nun mal nur durch Blut reingewaschen werden. Diese in ganz Korsika bekannten und berühmten Outlaws lebten bisweilen jahrelang in der Macchia und führten die Polizei an der Nase herum.
Heutzutage sind diese großen Banditen Teil der korsischen Kultur, in der auch die Traditon der Jagd ihren Platz hat.

Ganz wichtig für jeden Korsen ist die Familie, sie steht immer an erster Stelle. Um Einheit und Kontiniuität der Familie zu sichern, gibt es eine Reihe von Regeln, wie z.B. die Wahl des Vornamens, der immer vom Vater auf den Sohn übergeht.

Ein weiteres Inselcharakteristikum ist der Clan. Im Grunde handelt es sich hier um eine erweiterte Familie, erweitert durch entfernte Verwandte, aber auch Mitglieder der Dorfgemeinschaft oder einer anderen Gemeinschaft. Es handelt sich hier um eine nach außen hin geschlossene Struktur, die im Inneren durch gegenseitige Hilfe gekennzeichnet ist, die nicht selten an das "eine-Hand-wäscht-die-andere-System" erinnert.

Wie alle anderen Inselbewohner auch, hat die Geschichte die Korsen gelehrt, all dem zu misstrauen, was von außen kommt. In diesem Jahrhundert waren es zuerst die Italiener, die auf Arbeitssuche aus Lucca kamen, die sogenannten lucchesi. Dann die Franzosen, die sogenannten pinzuti, und schließlich die pieds noirs, die "Schwarzfüße" (Algerienfranzosen). Dieses Misstrauen gilt jedoch nur bedingt, ist doch eine der hervorragendsten Eigenschaften des Korsen seine unglaubliche Gastfreundschaft. Sie wird all denen zuteil, die seinem Land und den darauf lebenden Menschen mit Respekt begegnen.